OnePlus 3T – die Weiterentwicklung des OnePlus 3 kommt

24. November 2016 | von | in Magazin

OnePlus hat ein wenig überraschend einen Nachfolger des aktuellen Topmodells OnePlus 3 vorgestellt und diesen unter dem Namen OnePlus 3T auf den Markt gebracht. Das Unternehmen setzt dabei vor allem auf eine Weiterentwicklung bei der Technik und hat bei den wichtigsten Komponenten der Geräte Updates eingebaut. Damit bleibt man dem Anspruch treu, Smartphones mit höchsten Technikansprüchen zu bauen und das für einen überschaubaren Preis. Im Gegensatz zu anderen Anbietern hält man hier, was man verspricht.
Im Forum heißt es dazu:

The OnePlus 3 has been our most successful phone so far, and we could have chosen to be satisfied with the OnePlus 3’s success. But our mantra to Never Settle means that we always work to improve the user experience for our fans.

Keine Änderung beim Design

Rein äußerlich hat sich dabei wenig geändert. Das OnePlus 3T setzt auf den gleichen Body wie der Vorgänger. Man bekommt also ein gut verarbeitetes Aluminiumgehäuse und dazu ein neue Farbe: Gunmetal Grey. Das dunkle Grau trifft möglicherweise nicht den Geschmack aller Kunden, es besteht aber die Möglichkeit, dass auch noch andere Farbvarianten nachgeliefert werden und es stellt auf jeden Fall eine Neuerung im Vergleich zum bisherigen Silber dar.

Ansonsten gibt es zum Design wenig zu sagen – wer das OnePlus 3 kennt, weiß auch sehr genau, wie das OnePlus 3T aussieht.

Kein Invite-System, dafür aber etwas teurer

Einige Änderungen gibt es aber auch beim Preis. Hatte OnePlus ursprünglich Modelle im Preisbereich von 200 bis 300 Euro auf dem Markt gebracht, orientieren sich die aktuellen Geräte eher an der Marke von 400 Euro. Das OnePlus 3T wird dabei das teuerste Gerät des Unternehmens bisher werden und kostet 439 Euro. Die Hoffnungen, dass die Smartphones noch günstiger werden, haben sich damit leider nicht bestätigt. Es bleibt daher abzuwarten, ob OnePlus auch trotz des höheren Preises bei den Kunden auf Zustimmung stoßen wird. Bisher hatten sich das Unternehmen vor allem an preisbewusste Nutzer gerichtet. Daher könnte der höhere Preis durchaus abschreckend wirken und die Kunden lieber zu Geräten der Konkurrenz greifen, die teilweise nach wie vor so preiswert sind.

Erfreulicherweise verzichtet OnePlus aber auch diesmal wieder auf das Invite-System. Man wird die Modelle also ab dem 28. November sofort kaufen können und muss nicht darauf warten, dass man eine Einladung bekommt.

Die Technik: schnellster Snapdragon Prozessor auf dem Markt

Beim Update der Technik hat sich OnePlus nicht lumpen lassen. Im 3T arbeitet der neuste Snapdragon 821 Prozessor. Diesen kennt man auch aus anderen Topmodellen wie dem Google Pixel und er bietet derzeit die beste Leistung, die man bei Qualcomm bekommen kann. Dieses Leistungsupdate macht sich auch bei den Bechmark-Werten bemerkbar. Im Vergleich zum Vorgänger erreichte das 3T im AnTuTu Benchmark immerhin etwa 25.000 Punkte mehr und bei Geekbench 4 etwa 20 bis 230 Punkte zusätzlich.

Damit liegt das OnePlus 3T in einigen Bereichen sogar vor dem Google Pixel (trotz etwa 400 Euro Preisunterschied) und kann auch zum iPhone 7 aufschließen.

Neben dem Prozessor wurde auch der Akku aufgerüstet. OnePlus spendiert dem Gerät immerhin 400mAh mehr Leistung und damit einen Akku mit 3.400mAh. Bereits der Vorgänger hatte mit dem kleineren Akku durchaus gute Ausdauerwerte erreicht und konnte im Laufzeittest durchaus überzeugen. Mit den neuen Akku kann man nun erwarten, dass sich die Nutzungsdauer noch weiter erhöht. Dazu gibt es natürlich die Schnelllade-Technik Dash mit an Bord. Damit kann man innerhalb von 30 Minuten den Akku auf etwa 60 Prozent bringen – ohne das der Akku dabei geschädigt wird.

Die dritte größere Änderung betrifft den Bereich der Kameras. Besonders die Selfie-Cam an der Vorderseite wurde deutlich aufgerüstet und hat nun eine Auflösung von 16 Megapixeln. Das ist doppelt so hoch wie beim Vorgänger und dürfte mit eine der höchsten Auflösungen für Frontkameras sein, die man derzeit auf dem Markt bekommt. Damit kann man wirklich gute Fotos machen und auch Videos von sich selbst anfertigen ohne bei der Qualität Einbußen hinnehmen zu müssen. Bei der Hauptkamera hat sich dagegen wenig geändert, lediglich der Bildstabilisator wurde verbessert. In ersten Tests wirkt die Stabilisierung weniger auffällig – in der normalen Praxis wird man die Unterschiede aber kaum bemerken.

Leistungsstarkes Paket – aber wird das reichen?

Insgesamt gesehen hat OnePlus mit dem 3T also ein Update auf den Markt gebracht, dass es im Bereich der Technik mit den Topmodellen anderer Anbieter durchaus aufnehmen kann und vor allem durch den günstigeren Preis hervor sticht.

Allerdings sind die preislichen Unterschiede zu einem Galaxy S7 oder einem iPhone 7 mittlerweile nicht mehr so groß. Man bekommt beispielsweise das S7 von Samsung auch bereits in diesem Preisbereich, auch wenn man dann nur den Snapdragon 820 Prozessor hat. Trotzdem könnten sich viele Nutzer für die etabliertere Marke entscheiden, vor allem, weil das S7 nach wie vor beim Design und auch bei der Kamera kaum zu erreichen ist.

Das OnePlus 3T wird es also auf dem Markt nicht einfach haben – bleibt abzuwarten, ob es sich durchsetzen kann.

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