Handyvorwahlen – Diese Nummern gehören zu diesen Netzen!

1. September 2016 | von | in Ratgeber

HandyvorwahlenUm ein Telefon eindeutig einem zuordnen zu können, verfügt es über eine Rufnummer. Diese Rufnummer ist im jeweiligen Ortsbereich einmalig und wird in Deutschland von der Bundesnetzagentur vergeben. Neben der eigentlichen Rufnummer werden eine Reihe von so genannten Vorwahlen genutzt, um sicher zu gehen, dass es bei der eigentlichen Rufnummer zu keiner Verwechslung kommen kann. Es ist nämlich durchaus möglich, dass innerhalb eines anderen Vorwahlbereichs dieselbe Rufnummer ebenfalls in Gebrauch ist.

Das betrifft dann aber fast immer eine Rufnummer mit einer anderen internationalen Vorwahl. Diese lautet für Deutschland +49 und ist für alle deutschen Rufnummern gültig. Wenn es sich um eine Rufnummer im Festnetz handelt, kommt anschließend die Ortsnetz-Vorwahl hinzu, bei einer Mobilfunknummer stattdessen die so genannte Handyvorwahl.

Welche Handyvorwahlen gibt es in Deutschland?

Das deutsche Mobilfunknetz wird gegenwärtig von 4 großen Anbietern betrieben:

  • Telekom
  • Vodafone
  • E-Plus
  • o2

Obwohl es bereits Vorläufer aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg gab, wurde das Mobilfunknetz erst am Beginn der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts von der breiten Öffentlichkeit genutzt. Damals teilte die Bundesnetzagentur den Mobilfunkbetreibern bestimmte Handyvorwahlen zu, die im Prinzip auch heute noch Gültigkeit haben. Die Vorwahlen wurden wie folgt vergeben:

Deutsche TelekomTelekom Handyvorwahl

Diese Vorwahlen gelten auch für Drittanbieter, die das Netz der Deutschen Telekom nutzen. Dazu gehören unter anderem:

  • Congstar
  • Klarmobil
  • Simply

Um herauszufinden, in welchem Netz der andere Teilnehmer telefoniert, können Telekom-Kunden die Nummer 4387 anrufen. Der Anruf ist kostenlos.

Vodafone HandyvorwahlVodafone

Dem zweitgrößten deutschen Netzbetreiber wurden folgende Handyvorwahlen zugeordnet:

  • 0152
  • 0162
  • 0172
  • 0173
  • 0174

Die Vorwahlen gelten auch für Drittanbieter, die das Netz von Vodafone nutzen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • BILDmobil
  • Primacall

Um herauszufinden, in welchem Netz der andere Teilnehmer telefoniert, können Vodafone-Kunden die Nummer 12313 anrufen. Dieser Anruf ist kostenlos.

E-Plus HandyvorwahlE-Plus

Dem Anbieter E-Plus sind folgende Handyvorwahlen zugeordnet:

Diese Vorwahlen gelten auch für andere Anbieter, die das Netz von E-Plus nutzen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Aldi Talk
  • Blau.de
  • Simyo

Um zu erfahren, in welchem Netz der andere Teilnehmer telefoniert, können E-Plus Kunden die Nummer 10667 kostenlos anrufen.

o2 Handyvorwahlo2

Der kleinste deutsche Mobilfunknetzbetreiber hat folgende Handyvorwahlen zugeordnet bekommen:

Das Netz von o2 nutzen auch Anbieter wie:

  • Fonic
  • Tchibo

Um herauszufinden, in welchem Netz der andere Teilnehmer aktiv ist, müssen o2 Kunden eine SMS mit dem Text „NETZ Rufnummer“ an die Nummer 4636 senden. Die SMS ist kostenlos.

Rufnummermitnahme

Die oben aufgeführten Handyvorwahlen der Netzbetreiber haben aber im Grunde genommen nur noch historischen Wert, weil in Deutschland seit dem 1. November 2002 die Mitnahme der Rufnummer (inklusive Vorwahl) vom alten zum neuen Anbieter möglich ist. Das gilt für alle deutsche Netze. Der Preis für diesen Service war anfangs recht hoch, aber im Jahr 2005 entschied die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, dass die Kosten nicht mehr als 29,95 Euro pro Portierung betragen dürfen. Die Portierung ist ein Service, der von den Kunden gern genutzt wird, da viele ihre gewohnte Rufnummer trotz Anbieterwechsel behalten wollen.

Auch einige soziale Netzwerke, zum Beispiel WhatsApp, sind an eine bestimmte Rufnummer geknüpft. Weil mehr und mehr Kunden ihre alte Rufnummer trotz Anbieterwechsel behalten, lässt sich aber oft nicht mehr erkennen, in welchem Netz der andere Teilnehmer telefoniert. Da mehr und mehr Kunden sowieso eine Allnet Flatrate in alle deutschen Mobilfunknetze und das Festnetz haben, verliert diese Frage aktuell auch an Bedeutung.

Neuvergabe alter Rufnummern

Dieses Phänomen tritt in letzter Zeit immer stärker in Erscheinung. Sie finden in einem Notizbuch die Handynummer eines alten Bekannten, den Sie schon lange nicht mehr gesehen haben und wollen ihn anrufen. Statt Ihres Freundes meldet sich jedoch eine völlig andere Person. Das liegt daran, dass er in der Zwischenzeit den Anbieter gewechselt und eine neue Nummer bekommen hat.

Da die Anzahl der zur Verfügung stehenden Rufnummern begrenzt ist, werden so genannte inaktive Nummern nach einer Weile neu vergeben. Manchmal kann das bereits nach 6 Wochen der Fall sein, manchmal aber erst nach 6 Monaten.

Wenn Sie verhindern möchten, dass Ihre alte Rufnummer erneut vergeben wird, müssen Sie sie aktiv halten. Dazu können Sie die Nummer zu einer Prepaid Karte portieren und müssen nur von Zeit zu Zeit einen Anruf tätigen oder alle paar Monate ein paar Euro Guthaben aufladen.

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